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mtv1860.de
Freitag, den 25. Februar 2011 um 13:58 Uhr

„Wir sind mehr als nur ein Sportverein!“

Autor  Otto Edel
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Neuer MTV-Vorstand informiert die Altlandsberger Stadtverordneten

Seit etlichen Jahren eine gute demokratische Übung ist das jährliche Informationsgespräch zu dem der Vorstand des ältesten Sportvereins in Brandenburg die Kommunalpolitiker einlädt.

Das Tagungscafé der Erlengrundhalle war der geeignete Ort am 17.Februar 2011 für das Treffen am Konferenztisch. Kein Frühschoppen in Bierlaune sondern Arbeitsatmosphäre sollte es sein, wenn Präsident und Vorstand des MTV auf ein denkwürdiges Jahr zurückblickend ihre Pläne zur künftigen Arbeit vorstellen wollten. Zehn Stadtverordnete aus allen vier Fraktionen einschließlich Ortsvorsteher Ravindra Gujjula und Bürgermeister Arno Jaeschke waren der Einladung gefolgt.  

Klaus Jürgen Jahn, von 1998 bis 2010 erster Vorsitzender und nun Präsident des MTV 1860, machte in seiner Begrüßung deutlich, dass dieser Verein sich seiner Bedeutung, aber auch seiner sportlichen und sozialen Aufgabe in der Region sehr bewusst ist. Eine seiner vielen Initiativen und Denkanstöße in den letzten Jahren waren daher auch eng mit der Stadtschule Altlandsberg verknüpft. Der Kooperationsvertrag MTV / Schule und die Initiative „Sport gegen Gewalt" gehen auf sein Konto.

André Witkowski, langjähriger Abteilungsleiter Handball und nun 1. Vorsitzender verschwieg in seiner Jahresbilanz nicht den Negativposten, dass die Fußballjugend 2009 den MTV verlassen hat und nun mit den „Märkischen Löwen" in einem eigenen Verein organisiert ist. Allerdings habe sich auch hier schon eine gute Kooperation beider Vereine entwickelt. Schwerpunkt der sportlichen Aktivitäten sei die leistungsorientierte Handballabteilung und die Breitensport orientierte Ausrichtung der Abteilungen Fußball, Fitnesstraining, Basketball, Tischtennis, Volleyball und, ganz neu im Verein, Radsport.  Sportlicher Ehrgeiz wurde vor allem dann sichtbar, wenn Witkowski über die Erfolge seiner Handballer sprach. Zweite Bundesliga, Ostsee-Spree-Oberliga und Verbandsliga sind für die Altlandsberger Handballer das sportliche Feld auf dem sie heute als führende Handballmacht der Region erfolgreich agieren.

185 Kinder und Jugendliche zwischen vier und 18 Jahren werden im MTV von Ehrenamtlichen mehrmals in der Woche betreut, sportlich trainiert und auch für das spätere Leben mit sozialer Kompetenz ausgestattet. Eine Leistung die, so sagte André Witkowski auch im Beisein einiger Betreuer und Trainer, nicht hoch genug bewertet werden könne. Hier setze auch die Initiative „Sport gegen Gewalt" mit 5 Schwerpunkten an, die damit mit Inhalten und Zielstellungen konkretisiert wurde.

1.       Jedes Kind ist uns willkommen

2.       Verein macht Schule (Kooperationsvertrag)

3.       Projekte und Zukunftsvisionen

4.       Unsere Jugend braucht Vorbilder - unser Verein hat sie!

5.       Der MTV - Botschafter der Initiative „Sport gegen Gewalt"

Otto Edel, zweiter Vorsitzender und Schatzmeister Ronald Marks vervollständigten die Berichte zur Situation des MTV und nach einer Stärkung am kalten Buffet ging es in die Diskussionsrunde unter dem Motto „Wo uns der Turnschuh drückt".  Hier wurden alle kniffligen Probleme der Sportpolitik in Altlandsberg angesprochen und auch kritische Fragen an die Verwaltung gestellt: Die so nicht mehr hinnehmbare Situation bei Toiletten, Duschen und Umkleideräumen auf dem Sportplatz; die Hoffnung auf eine Leichtathetikanlage ohne größere Unfallgefahren;  immer noch fehlendes Volleyballnetz und Basketballkörbe in der Schulturnhalle und ein noch immer ausstehender Nutzungsvertrag zur Sportanlage am Bollensdorfer Weg.

Es wurde sehr deutlich, dass dies nicht Mängel sind unter denen nur der Vereinssport leidet, sondern in viel stärkerem Maße auch der Schulsport, der unter teilweise unzumutbaren Bedingungen erteilt werden muss. Alles in allem eine rege Aussprache zwischen Bürgermeister Arno Jaeschke, den Stadtverordneten, Herrn Zettelmann als Vertreter des Stadtschule und insgesamt 12 Ehrenamtlichen des MTV. Jugend- und Sport ist eben ein Politikfeld, das im wahrsten Sinne des Wortes interdisziplinär ist und der intensiven Kooperation zwischen Politik, Verwaltung und Vereinen bedarf. Diese weiter zu verbessern haben sich denn auch alle Beteiligten wieder mal vorgenommen.

Otto Edel

2.Vorsitzender MTV
Bearbeitet am Freitag, den 25. Februar 2011 um 14:03 Uhr

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