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| Im zweiten Durchgang wird es deutlich |
| 1. Frauen | ||||||||||
| Geschrieben von: red | ||||||||||
| Sonntag, den 24. Januar 2010 um 16:28 Uhr | ||||||||||
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Zwei Minuten war das Spiel des MTV gegen die Gäste aus der Umgebung von Hamburg alt, da zeigte Ellerbeks Routinier Bianca Liepner gleich einmal die Richtung an. Ihr Griff in den Wurfarm von Sophie Lütke wurde nur mit zwei Minuten bestraft, es sollte nicht die letzte derartige Aktion sein. Zwanzig Sekunden vor dem Ende war Jennyfer Franke die Leidtragende einer solchen Aktion. „Ich habe die Spielerin gefragt, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat“, schüttelte Franke ob des Zeitpunkts und des Spielstandes sowie der Aktion den Kopf. Klar war so allerdings – Ellerbek wollte mit aller Macht und allen Mitteln kämpfen, um in Altlandsberg ein gutes Ergebnis zu erzielen. Und das gelang dem Tabellenletzten auch lange Zeit gut. Das 3:1 und 7:3 konnte Altlandsberg nicht ausbauen, stattdessen kam der TSV wieder heran und nahm beim 8:6 Tuchfühlung auf. „Wir haben einfach nicht gedeckt“, schimpfte Torfrau Kathrin Wiehle angesichts einer viel zu nachlässigen Abwehr, die den Gästen immer wieder Freiräume eröffnete. War es im Hinspiel vor allem Kreisläuferin Liepner, die Torgefahr ausstrahlte, so waren es diesmal die Durchbrüche von Sarah Lamp und Melina Dahms, die für manches Rätsel in der grün-weißen Abwehr sorgten. Auch das Spiel nach vorne klemmte, „wir waren einfach nicht schnell genug“, hatte Silvia Gerigk beobachtet. Trainer Matthias Kornes nahm die Auszeit, forderte mehr Aggressivität und Laufbereitschaft ein, in der Folge nahm der Spitzenreiter dann auch langsam Fahrt auf. Bis zur Pause konnte der MTV die Führung deutlicher gestalten, beim 17:11 war schon eine Vorentscheidung gefallen. „Wir haben 30 Minuten gut mitgehalten, ohne eine echte Chance zu haben“, bilanzierte Gäste-Trainerin Manuela Henße den ersten Durchgang. Die zweiten dreißig Minuten zeigten dann eine umgebaute und deutlich verbesserte Altlandsberger Mannschaft. Mit den erfahrenen Janin Hetzer und Romy Schöner im Innenblock funktionierte die Defensive besser, der Druck auf Ellerbek nahm zu und die Fehlerzahl der Gäste stieg. Silvia Gerigk, Sylvia Kalina und Jennyfer Franke profitierten von den Ballgewinnen, Torfrau Stefanie Neumann zeigte einige Male Übersicht und lieferte tolle Pässe – die Kontermaschine rollte. Beim 22:12 war der Vorsprung erstmals zweistellig, beim 29:14 alle Dämme beim Gast gebrochen. Auch im Positionsangriff lief nun der Ball bei den Gastgeberinnen besser, die Geduld war da, die Bewegung ebenfalls und so konnte das einmal mehr stimmungsvolle Publikum noch manch gelungene Kombination beklatschen. Kuriosum am Rande: Das Tor zum 20:11 von Janin Hetzer wurde vom Kampfgericht für den Gegner vermerkt, ein Fehler, der nach Spielende auch von den Schiedsrichtern nicht korrigiert wurde. Eine Schrecksekunde gab es allerdings auch noch, als eine Viertelstunde vor Schluss Sylvia Kalina mit einer Gegenspielerin zusammenprallte, auf den Hinterkopf stürzte und danach minutenlang benommen war. Immerhin, außer einer Gehirnerschütterung ist der Unfall glimpflich ausgegangen, konnte Co-Trainerin Helma Struth vermelden. Schöne Nachrichten gab es allerdings auch noch, so freute sich Geburtstagskind Juliane Wittkopf über elf blitzsaubere Treffer und Stefanie Neumann konnte einen Assist der besonderen Art verbuchen: Ihr langer Ball über TSV-Torfrau Melanie Bauck hinweg traf zwar nur die Latte, Silvia Gerigk nahm den Abpraller aber dankend auf und verwertete die Vorlage. „Der erste Durchgang hat mir nicht gefallen“, gab Trainer Matthias Kornes im Nachgang zu Protokoll, „die zweite Hälfte war dagegen deutlich besser. Da hat die Abwehr besser gearbeitet und den Lohn haben wir ja dann auch schnell gesehen. Ich hoffe, wir können diesen Schwung mitnehmen ins nächste Spiel nach Neubrandenburg.“ Manuela Henße blieb nur, den Gastgebern zu gratulieren: „Wir müssen unsere Punkte woanders holen“, schaute die Ellerbeker Trainerin nach vorne. Der MTV muss nach Neubrandenburg, eine echte Prüfung, meint Trainer Kornes: „Fortuna hat einige interessante Spielerinnen und ist heimstark, das wird ein schwerer Gang.“ MTV Altlandsberg: Wiehle, Neumann – Schossig 1, Franke 2, Hetzer 4/1, Gerigk 3, Lütke 2, Schöner 5, Kalina 3, Lorenz 2, Schwarz 4/1, Wittkopf 11/3, Eulert 1, Schönfelder
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