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Nicht gut, nur besser
1. Frauen
Geschrieben von: Georgios Tsapanos   
Sonntag, den 07. Februar 2010 um 16:04 Uhr
Eine bestenfalls mittelprächtige Leistung genügt der Ersten Damenmannschaft des MTV 1860 Altlandsberg um die Vertretung von Pro Sport Berlin mit 32:25 (16:9) zu besiegen.

Die aus Altlandsberger Sicht neben dem Sieg selbst beste Nachricht gleich zu Beginn. Nach 28 Minuten und 5 Sekunden Spielzeit endete die verletzungsbedingte Zwangspause Manja Bergers in der Regionalliga. Ihren eigenen Würfen fehlte es zwar noch ein wenig an Präzision und Power, ihre Zuspiele (neudeutsch: „assists") kamen jedoch jedes Mal an und führten regelmäßig zu Toren.

Damit lieferte Berger bereits eine bessere Partie ab, als so manche Leistungsträgerin der Mannschaft von MTV-Coach Matthias Kornes. Sie nämlich  scheiterten mehrfach allein vor dem Tor mindestens so sehr an sich selbst wie an der Berliner Schlussfrau Sabine von Angern. Und auch das alte Altlandsberger Sieben-Meter-Trauma erhob wieder sein unschönes Haupt; dieses Mal standen vier verwandelten, zwei vergebene Strafwürfe gegenüber.

Den Pro Sportlerinnen muss hingegen attestiert werden, sich an diesem Abend in der Altlandsberger Erlengrundhalle hervorragend verkauft zu haben. Das war eindeutig nicht mehr die Mannschaft der Hinrunde, sondern der Auftritt einer Truppe, die vier ihrer fünf letzten Partien für sich hatte entscheiden können. Darunter auch gegen Neubrandenburg oder Kropp-Tetenhusen. Allein gegen Owschlag gab es eine Niederlage - und jetzt gegen den MTV.

Geschenkt haben die Gäste dem Nach-wie-vor-Tabellenführer der Regionalliga Nord-Ost jedoch nichts. Insbesondere im ersten Drittel des zweiten Durchgangs war Pro Sport sogar deutlich besser disponiert und konnte den Altlandsberger Sieben-Tore-Vorsprung zur Pause (16:9) auf vier Zähler zu verkürzen (40. 21:17). Insgesamt trotze Pro Sport dem MTV eine rechnerisch ausgeglichene zweite Halbzeit ab. Dementsprechend zufrieden war Gästetrainer Andreas Keter mit seinen Schützlingen: „Wir hatten uns vorgenommen, mit nicht mehr als zehn Toren Unterschied zu verlieren, das haben wir geschafft. Und insgesamt kann ich feststellen, dass wir in der Regionalliga angekommen sind."

Der Sieg führt den MTV immerhin dem eigenen Ziel, die Regionalliga nach oben zu verlassen, ein Stück näher. Und natürlich gab es nicht nur Schatten. Svenja Lorenz musste aufgrund der krankheitsbedingten Absage Romy Schöners nicht nur 60 Minuten lang durch spielen, sie lieferte neben dieser Energieleistung auch eine in Abwehr wie Aufbau solide Vorstellung ab. Silvia Gerigk glänzte nicht nur durch jederzeitige Anspielbarkeit am Kreis, sie erkämpfte auch hinten so manchen Ball und verwandelte jeden ihrer Würfe aufs Tor. Und Nadin Schwarz war es, die ihre Mannschaft zwischen der 5. und 18. Minute mit zwei verwandelten Siebenern und zwei Feldtoren quasi im Alleingang aus deren erstem Tief herausspielte.

Grundsätzlich fiel das Fazit von Matthias Kornes jedoch notwendig klar aus: „Das war nicht unser bestes Spiel. Wir haben in der Abwehr die nötige Disziplin und Kompaktheit vermissen lassen und zu wenig die taktischen Absprachen eingehalten. Die entstandenen Räume hat Prosport dann clever genutzt. Im Angriff sah unser Spiel im Ansatz durchaus gut aus, allerdings war die Chancenverwertung schlecht. Ich möchte von meiner Mannschaft mehr Entscheidungsqualität und mehr Wurfqualität sehen. Schon im nächsten Spiel muss und wird das deutlich besser werden."

MTV: Kathrin Wiehle (Tor), Stefanie Neumann (Tor), Manja Berger, Marie Eulert, Jennyfer Franke 3, Silvia Gerigk 8, Janin Hetzer 2, Sylvia Kalina 1, Svenja Lorenz 4, Sophie Lütke, Lisa Schönfelder, Marie-Christin Schossig, Nadin Schwarz 6/2, Juliane Wittkopf 8/2.
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