Samstag, den 21. Januar 2012 um 07:15 Uhr

Wie im Kino

Autor  Georgios Tsapanos
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In Dortmund wartet ein hartes Stück Arbeit auf Kalina und Co. In Dortmund wartet ein hartes Stück Arbeit auf Kalina und Co.
Die Rückrunde beginnt für unsere Erste Damenmannschaft wie die Hinrunde geendet hatte: Mit einer lange Auswärtsfahrt und einem Duell gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner – den Damen des BVB Dortmund Handball

Auch im Kino, besser gesagt in der Filmwirtschaft, gibt es ein spezifisches Gesetz der Serie. Das besagt grob, dass jeder besonders erfolgreiche Film einen zweiten (und manchmal sogar einen dritten oder sogar vierten) Teil erzwingt. Satz zwei dieses Gesetz lautet: Jeder weitere Teil einer Serie generiert etwa die Hälfte des Einspielergebnisses des Vorgängers. Und zum dritten ist jedes Sequel (so der terminus technicus für diese vor allem Hollywood spezifische Teileritis) künstlerisch weniger anspruchsvoll, so anspruchslos der jeweilige erste Teil bereits selbst schon gewesen sein mag.

Aber gerade im Kino gibt es die – berühmten – Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Es gibt Fortsetzungen, die sind in jeder Hinsicht besser als ihre Originale. Das ging schon früh los. James Whales „Frankensteins Braut“ (1935) ist um so vieles großartiger als Whales, selbst nicht ohne beträchtliche Qualität versehener, „Frankenstein“ (1931). Francis Ford Coppolas „Der Pate – Teil 2“ (1974) ist das künstlerisch ungleich komplexere Werk als „Der Pate“ (1972). Und dann gibt es noch Ausnahme von der Ausnahme: einen vierten Teil, der allen vorangegangenen überlegen ist. Der Titel: „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ (2011).

Was das mit Handball im Allgemeinen und mit unseren Bundesligadamen im Besonderen zu tun hat? Nun, die Schützlinge von MTV-Coach Helmut „Enno“ Röder befinden sich selbst (und gänzlich unverschuldet, denn für das Abspringen des ehemaligen Hauptsponsors können sie am allerwenigsten etwas) auf einer fortgesetzten Mission Impossible. Es gibt Mannschaften, denen ist unser Damen-Team augenblicklich grundsätzlich unterlegen. Weibern ist so eine Mannschaft, oder eben Dortmund, die das Hinspiel in der Erle bereits deutlich mit  37:29 gewonnen haben.

Wenn aber der vierte „Mission: Impossible“ sozusagen mit einem cineastischen Überraschungserfolg daherkommt, ist so ein Knallbonbon auch bei der einen oder anderen Begegnung unserer Mädels nicht ausgeschlossen. Dass dafür die Voraussetzung gegeben sein muss, dass bei uns so ziemlich alles und beim Gegner, sagen wir mal, wenig Hand in Hand geht, steht dem nicht entgegen. Das ist die Brücke zur Realität, auf der Herbert Achternbuschs Axiom aller Underdogs dieser Welt fußt: „Du hast keine Chance, nutze sie!“

Gäbe es diese theoretische Möglichkeit nicht und würde die Theorie nicht manchmal, wie zum Beispiel beim Sieg Halles gegen Weibern, ihre ganz handgreifliche Entsprechung finden, unsere Mädels könnten am Samstagmorgen gleich im Bett bleiben anstatt zwei Mal quer durch die Republik zu fahren. Deshalb gilt für die Daheimgebliebenen heftiges Daumendrücken ab 19:00 Uhr. Denn auch hier gibt das Kino die Dramaturgie vor: Es kann keine wirklichen Helden und kein erlösendes Happy End geben, wenn man nicht zuvor schier unbezwingbare Hindernisse beiseite geräumt hat. Die Mädels werden jedenfalls auch heute nach Kräften räumen – und alles fürs Happy End in die Waagschale werfen.
Bearbeitet am Samstag, den 21. Januar 2012 um 09:41 Uhr
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2 Kommentare

  • Comment Link Dienstag, den 24. Januar 2012 um 13:13 Uhr posted by Arni

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  • Comment Link Sonntag, den 22. Januar 2012 um 15:37 Uhr posted by thomas lorenz

    hallo liebe sportfreunde, auch dieses mal ist die mission wie so viele andere leider schlecht für uns ausgegangen. 22:25 verloren unglücklich aber verdient.
    wie in den bereits 9 verlorenen und 3 unentschieden absolvierten spielen war auch in diesem nicht nur das glück nicht auf unserer seite sondern auch die immer wieder kehrenden gleichen fehler. die fehler allerdings beschränken sich nicht nur auf die spielerinnen so müssen wir von spiel zu spiel mit ansehen wie ausgepowerte spielerinnen einen fehler nach dem anderen machen und die ausgeruhten die bei jedem training sind auf der bank sitzen kranke und verletzte spielerinnen eingesetzt werden und gesunde auf der bank bleiben dies läßt vermuten das der trainer so seine lieblinge hat aber hilft es uns allen weiter die klasse zu halten? als der alte trainer beurlaubt wurde stand die mannschaft auf platz 6 und war nicht wirklich abstiegsgefährdet!!!! und heute? platz 15 abstiegsplatz und das 2 schlechteste torverhältniss spielerinnen die eigentlich tore werfen sollten müssen sich um den spielaufbau kümmern die die das können machen ein freundliches gesicht auf der bank emotionen wie wir sie aus der letzten saison kennen gibt es zur zeit nur auf der tribüne und beim co trainer. verflogen ist die leichtigkeit der spass mit dem sich der handball in altlandsberg in den letzten jahren ausgezeichnet hat. woran liegt das? an den mädels die dies bis zum april letzten jahres verkörpert haben? die sind jetzt auch noch alle da und mit nele ist auch ein guter ersatz für schulle gekommen. liegt es tatsächlich an dem immer wieder beschworenen abgesprungenen hauptsponsor? Die mädels bekommen ihre aufwandsentschädigung, ihre sachen und der bus ist auch immer da. also tatsächlich abstiegsplatz emotionsloser handball frust weil der hauptsponsor weg ist???? wer ist verantwortlich für den sportlichen erfolg wer motiviert die mannschaft wer gibt ihnen den spass im training und die fähigkeit als einheit auf dem platz das antrainierte um zusetzen? wer schweisst aus einem haufen lieber netter junger damen eine schlagkräftige truppe zusammen?? bzw wer bekommt dies zur zeit bei altlandsberg nicht in den griff????
    einer meiner alten vorgesetzten hat als ich führungskraft in meinen betreib wurde zu mir gesagt "junge denk immer daran der fisch fängt immer zuerst am kopf an zu stinken" und in über 20 jahren meiner tätigkeit hat sich dies immer wieder bewahrheitet. noch sind 14 spiele zeit endlich tätig zu werden und den spass und kämpferischen handball nach altlandsberg zurück zuholen

    viele grüße
    euer thomas lorenz

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