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Sonntag, den 29. Januar 2012 um 15:33 Uhr

Auf dem letzten Meter abgefangen

Autor  Georgios Tsapanos
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Die Bundesliga-Damen des MTV trennen sich von der HSG Rosengarten-Buchholz 23:23 unentschieden – worüber sich am Ende niemand so richtig freuen kann

Rosengarten-Buchholz gehört endgültig zu den – leider wenigen – Teams, gegen die die Bundesliga-Damen des MTV am Ende der laufenden Saison nicht verloren haben werden. 22:22 unentschieden im Hinspiel. 23:23 unentschieden im Rückspiel. Ergebnisse, die gegen einen solchen Gegner  eigentlich aller Ehren wert sind und Anlass zur Freude geben sollten.

Wie gesagt: Eigentlich.

Tatsächlich war am Samstagabend in der Altlandsberger Erlengrundhalle im Augenblick des Abpfiffs die Enttäuschung mit Händen zu greifen. Bis zur 60. Minuten führten die Gastgeberinnen. Zwar nur noch mit einem Treffer, aber sie führten. Zwischenzeitlich hatten die Schützlinge Helmut „Enno“ Röders sogar mit bis zu drei Toren in Front gelegen. Der so dringend benötigte Sieg schien bis zur 60. Minute mit Händen zu greifen. Dann erzielte Marcella Deen 40 Sekunden vor Schluss mit ihrem insgesamt siebten Treffer den im wahrsten Sinne des Wortes Last-Minute-Ausgleich und stellte damit nicht nur alle Uhren wieder auf null, sondern auch den Spielverlauf einigermaßen auf den Kopf.

Leider gelang es den Altlandsbergerinnen in den verbleibenden 40. Sekunden nicht mehr den einen, entscheidenden Treffer zu landen. Zu sehr schien sie das 23:23 im Mark erschüttert zu haben. Wie sehr die gesamte Mannschaft, angefangen bei einer hervorragend haltenden, ihr Team immer antreibenden Nele Kurzke, gekämpft hatte, kann man auch an der Torschützenliste ablesen, in die  sich beinahe alle eingesetzten MTV-Akteurinnen eintragen konnten. Nadin Schwarz legte ihre beste Partie seit langem hin. Sophie Lütke ackerte beispielhaft, in der Abwehr, im Angriff sowieso, traf insgesamt sieben Mal – und das gegen eine Klasse-Keeperin wie Turid Arndt!

Selten hätte es ein Team mehr verdient, die Platte als Sieger verlassen zu dürfen. Aber beim Sport geht es nun mal nicht um Gerechtigkeit. Dennoch stimmen die beiden letzten Auftritte der MTV-Damen – in Dortmund und gegen Rosengarten – hoffnungsfroh. In beiden Partien haben sie sich gegen strukturell wie personell besser aufgestellte Teams als konkurrenzfähig behauptet. In beiden Partien stand tatsächlich eine Altlandsberger Mannschaft auf der Platte.

MTV:

Nele Kurzke (Tor), Stefanie Neumann (Tor), Manja Berger, Franziska Chmurski 1, Mandy Gramattke 2, Jennyfer Franke, Janin Hetzer 1, Sylvia Kalina 1, Svenja Lorenz, Sophie Lütke 7, Romy Schöner 4/2, Nadin Schwarz 1, Juliane Wittkopf 3, Stefanie Zarse 3.
Bearbeitet am Montag, den 30. Januar 2012 um 08:53 Uhr

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