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Freitag, den 17. Februar 2012 um 16:05 Uhr

Favorit, was sonst?

Autor  Jürgen Sellert
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Das Duell Potsdam – MTV II im Mai 2011. Es war das berüchtigte Licht-Schatten-Spiel, bei dem noch Kristin Rembold im Tor stand und Steffi Zarse (jetzt MTV I) sieben Tore warf. Diesmal trifft man sich in einer anderen Halle. Das Duell Potsdam – MTV II im Mai 2011. Es war das berüchtigte Licht-Schatten-Spiel, bei dem noch Kristin Rembold im Tor stand und Steffi Zarse (jetzt MTV I) sieben Tore warf. Diesmal trifft man sich in einer anderen Halle. Foto: Jürgen Sellert
Die MTV-Männer spielen zu Hause im Pokal gegen Potsdam. Und mein geschätzter Kollege Georgios Tsapanos überschrieb seinen Vorbericht mit „Ein Hauch von Oberliga“. Die MTV-II-Frauen spielen auswärts auch gegen ein Potsdamer Team. Eins, das allerdings eine Spielklasse tiefer als die Altlandsbergerinnen angesiedelt sind. Die Zeile „Ein Hauch von Brandenburgliga“ verkneife ich mir dann aber mal. Würde erstens nach Ideen-Klau riechen und wäre zweitens für die Bundesliga-Reserve auch nicht so prickelnd...

Was darf man von der Partie am Sonntag (16 Uhr) in der Halle an der Heinrich-Mann-Alle 103 erwarten? Das Duell des unbeschwerten Außenseiters, der in heimischer Umgebung gnadenlos den Favoriten stürzen will? MTV-Trainerin Eveline Sellert: „Wir kennen ja den Schnickschnack mit den angeblich eigenen Pokal-Gesetzen. Klar ist nur: Potsdam ist von der erstmals ausgetragenen Endrunde genauso weit entfernt, wie wir. Deshalb werden sie hoch motiviert sein. Alles andere wäre wirklich eine Überraschung.“

Wie sind also die Aussichten? Evi Sellert eiert nicht herum: „Kürzlich hat unsere dritte Mannschaft in der Meisterschaft gegen den HSC Potsdam 28:23 gewonnen. Sollten wir uns nicht durchsetzen, hätten wir echt die Arschkarte – und hätten sie uns auch verdient!“

Daran denkt allerdings niemand. Der MTV wird diesmal mit einer echten Zweiten anreisen und nicht mit einer SOKO, wie zuletzt in Angermünde. Da halfen wegen unglaublicher Personalnot drei Spielerinnen aus den anderen Altlandsberger Teams. Das war echte Vereins-Solidarität.

Dennoch muss der MTV jetzt in Potsdam höllisch aufpassen. Dort wird nämlich brutal geschossen. Und das nicht nur bei Action-Filmen, die in den Babelsberger Studios entstehen. Unser damaliger Bus-Fahrer Robert Koch machte die Erfahrung. Er bekam im Mai des vorigen Jahres einen Sekt-Korken am Kopf ab. Das war natürlich unabsichtlich, aber dennoch schmerzhaft. Potsdams Damen hatten nach dem letzten Punktspiel der Saison mit viel Schaumwein-Druck das 21:21 gegen den MTV II gefeiert. Noch auf der Spielfläche und direkt vor ihrem Abstieg in die Brandenburg-Liga ...

Also, nicht wieder abschießen lassen!


Das sind die weiteren Duelle des Viertelfinales: HV Calau – Lok Rangsdorf, SV Brandenburg-West – Frankfurter HC II, Grün-Weiß Werder – Oranienburger HC.

Die Finalrunde findet am 31. März (Halbfinales) und 1. April (Endspiele) statt. Austragungsort noch nicht bekannt.




Bearbeitet am Freitag, den 17. Februar 2012 um 21:49 Uhr

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