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Sonntag, den 29. Januar 2012 um 20:29 Uhr

Ein tolles Spiel, zwei Saisonpremieren, ein Abschied und ein Comeback!

Autor  Stephan Schulz
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Die 3. Frauenmannschaft des MTV 1860 Altlandsberg gewinnt auch ihr zweites Heimspiel in 2012 mit 28:23 (11:9) gegen den HSC Potsdam.

Nach dem Spiel waren sich Trainer Stephan Schulz und Co-Trainer Dirk Menzel einig. Das war das beste Saisonspiel, das ihre Mannschaft soeben abgeliefert hatte. Endlich wurden gute Chancen bis zum Ende herausgespielt und auch genutzt. Das Wurfglück kehrte dem MTV III diesmal nicht den Rücken, sondern blieb ihm hold. Man muss aber auch dazu sagen, dass sich die jungen Damen diesmal in Sachen Chancenauswertung, bis auf eine kurze Phase in der zweiten Hälfte, nicht lumpen ließen. Deshalb kam es auch zu diesem hochverdienten und eindeutigem Sieg.
Auch das Fehlen von Lynn Prüfer und Torhüterin Sophie Strey fiel nicht ins Gewicht, da alle anderen Spielerinnen voll und ganz in die Bresche sprangen.

Das Spiel begann rasant. Die offene Deckung der Altlandsbergerinnen funktionierte zu Beginn nicht ganz so gut. Der HSC wusste das sofort zu nutzen. Bereits nach drei Spielminuten führte der Gast mit 3:1. Die Antwort des MTV III folgte jedoch auf dem Fuß. Beim 4:4 und 5:5 glichen die jungen Altlandsbergerinnen erstmals aus, danach gingen sie sogar mit 7:5 in Führung. Die Auszeit des gegnerischen Trainers zeigte kurz Wirkung. Beim 7:7 war das Ergebnis wieder ausgeglichen. Trainer Stephan Schulz war jetzt geneigt, ebenfalls sofort zur Time-Out-Karte zu greifen. Doch bevor er diesen Gedanken zu Ende bringen konnte, antwortete sein Team auf dem Feld. Bis zur Halbzeitpause war es jetzt der MTV III, der das Spielgeschehen diktierte und somit folgerichtig bis auf 11:8 enteilte. Dass quasi mit dem Pausenpfiff der HSC noch auf 9:11 verkürzen konnte, wurde mit Unzufriedenheit zur Kenntnis genommen, sollte aber dennoch nicht weiter ins Gewicht fallen.

In der Halbzeitansprache fand Trainer Stephan Schulz viele lobende Worte für sein Team, appellierte aber dennoch, das Spiel nach vorne schneller und präziser aufzubauen. Mehr Bewegung ohne Ball war hier gefordert. Das war eigentlich alles.

Mit Anpfiff der zweiten Hälfte verkürzte der HSC auf 10:11. Doch dann kam der MTV III –Express ins Rollen. 12:10, 13:10, 14:10, 15:10 und immer so weiter, bis zum 18:10. Eine 7:0-Serie entschied das Spiel in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte. Jetzt begann die oben erwähnte kleine Schwächephase der Altlandsbergerinnen. Schwächephase ist vielleicht falsch ausgedrückt, eher eine Phase des Übermutes. Klarste Chancen wurden jetzt ausgelassen, sodass der HSC wieder auf 18:13 verkürzen konnte. Jetzt zog Stephan Schulz sofort „grün“ und wartete nicht ab. Er mahnte seine Spielerinnen aber lediglich, nicht zu leichtsinnig zu werden. Die Spielerinnen befolgten die Anweisung und beim 23:15 war der 8-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Die Schlussphase wurde genutzt, um allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu verschaffen, die dies auch, erfreulich bemerkt, durch gute Leistungen dankten. So erzielte Maren Langer binnen kürzester Zeit nach ihrer Einwechslung sofort zwei schöne Treffer und auch Ulrike Oberthür kam zu ihren ersten Einsatzzeiten im Feld in dieser Saison und wirkte am Ende überglücklich. Am Ende gewann der MTV III hochverdient mit 28:23 und bekam auch viel positives Feedback von den zahlreich vertretenden Anhängern. Es lohnt sich also, auch einmal den MTV III bei einem Heimspiel zu besuchen.

Das war also das tolle Spiel. Kommen wir zu den zwei Premieren. Die eine Premiere war natürlich die Einsatzzeit von Ulrike Oberthür. Damit aber nicht genug, sie schlug vom Strafwurfpunkt auch eiskalt zu und erzielte ihr erstes Pflichtspieltor für den MTV III. Ebenfalls ihr erstes Saisontor vom Punkt erzielte Torhüterin Sophia Funke, die mit ihrem verwandelten Strafwurf den Schlusspunkt zum 28:23 setzte.

Einen gelungenen Abschied feierte Carolin Sattler mit einem, vor allem in der Defensive, sehr gutem Spiel. Die junge Frau verabschiedet sich also mit einem Sieg von ihrem Team und kann aufgrund der gezeigten Leistung des Teams zufrieden ihr Auslandspraktikum auf Mauritius antreten. Natürlich floss deshalb auch die ein oder andere Träne. Fakt ist aber eines: Sie muss einfach nur gesund zurückkommen und wieder einsteigen. Der Rest wird dann höchstwahrscheinlich immer noch da sein und sich nicht sehr viel geändert haben.

Das Comeback, ja das Comeback!!! Das gehörte Maika Noack! Die ehemalige MTV-Bundesligatorhüterin stieß für Sophie Strey in den Kader und zeigte für kurze Momente ihre alte Klasse wieder. So vereitelte sie in ihren fünf Minuten Einsatzzeit einen Strafwurf und einen Konter des Gegners. Wir bedanken uns nochmal bei Maika für die schnelle und unkomplizierte Hilfe. Es war uns eine Ehre!

Spielerin des Tages? Keine Ahnung! Stephan Schulz und Dirk Menzel konnten sich nicht festlegen. Sie sahen eine sehr gute Torhüterin und viele gute Feldspielerinnen. Deshalb geht der Titel diesmal an niemanden. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung! Zur Belohnung gibt es jetzt für das Team, natürlich auch, weil nächste Woche Ferien sind und spielfrei ist, Dienstag trainingsfrei!!!

Der MTV III spielte mit:
Maika Noack, Sophia-Marie Funke (1/1) – Lisa Schönfelder (7), Stefanie Kretzschmann (4), Sandy Wrobel (2), Carolin Sattler (4/3), Bella-Elisa Funke (1), Janine Gliewe (3/2), Maren Langer (2), Franziska Landgraf (2), Ulrike Oberthür (1/1), Katharina Zschocke, Anne Burau (1)
Bearbeitet am Sonntag, den 29. Januar 2012 um 20:32 Uhr
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1 Kommentar

  • Comment Link Mittwoch, den 08. Februar 2012 um 14:06 Uhr posted by wrobel

    Belohnung- Man sollte Sie nicht verwöhnen,nämlich eine alte
    Trainerlegende sagt"Nach dem Spiel ist vor dem Spiel"

    Die Südkurve

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