Mit dem Heimspiel gegen den SV Lok Rangsdorf am kommenden Samstag (Anpfiff: 18:00 Uhr) mündet die Saison für die Ersten Herren des MTV 1860 Altlandsberg in ihre vorentscheidende Phase
Davon, dass die künftigen Wochen schwierig werden, davon mag MTV-Coach Ferenc Remes schon gar nicht mehr sprechen. Denn schwierig waren angesichts der andauernden Personalnot auch schon die vergangenen Wochen, die die Mannschaft mit Durchhaltevermögen, Können und auch dem notwendigen Quäntchen Glück (Remes: „In Liebenwerda ist es tatsächlich verdammt eng gewesen!“) gemeistert hat.
Aber wie anders als „schwierig“ soll man die Brocken, die auf das MTV-Team zukommen sonst beschreiben: Rangsdorf, Potsdams Zweite, Westhavelland auswärts, Falkensee. Gegner, wie an einer Kette aufgereiht, die allesamt auf eine Revanche für ihre Niederlagen in der Hinserie brennen. Spiele, bei denen der Ausgang jedes einzelnen zumindest vorentscheidenden Charakter im Hinblick auf Meisterschaft und Aufstieg haben könnte – vor allem wenn eines davon verloren gehen sollte. Denn nicht nur die Personalprobleme sind Altlandsbergs Ersten über die Winterpause erhalten geblieben, das Fernduell gegen den HV Werder ist es auch.
„So gesehen bin ich natürlich sehr glücklich, dass wir uns mit Arian Thümmler im Rückraum und Simon Kapa auf der Außenbahn endlich entscheidend haben verstärken können“, betont Remes und man kann sein Aufatmen beinahe schon körperlich nachempfinden. „Aber sie müssen natürlich noch in die Mannschaft finden“. Eine erste Gelegenheit zum Einfinden hatten Simon Kapa und Arian Thümmler bereits beim Trainingsspiel der Herren gegen den BTV 1850 am vergangenen Dienstag.
Die Sache ging nicht nur standesgemäß 49:26 (21:15) für den MTV aus, die beiden Altlandsberger Neuzugänge vom Polizei SV Berlin machten auch nachhaltig auf sich aufmerksam. Thümmler konnte das Spielgerät vier Mal im gegnerischen Netz unterbringen, Kapa sogar vierzehn (!) Mal. „Simon ist nicht zufällig Torschützenkönig der Oberligasaison 2010/11 gewesen“, freut sich Remes über die neuen Mitstreiter des Teams und nimmt sie gleich vor möglicherweise überspannten Erwartungen in Schutz: „Das sind zwei große Talente. Und mit 20 (Kapa) beziehungsweise 21 Jahren (Thümmler) haben sie noch eine mehr als vielversprechende Entwicklung vor sich. Weil ich möchte, dass beide diese beim MTV erleben sollte man nicht gleich zu Anfang Wunderdinge erwarten!“
Das eine oder andere Törchen hingegen schon, damit das Hinspielergebnis gegen Rangsdorf (37:31) zumindest in der Tendenz wiederholt werden kann. „Natürlich müssen wir gegen Rangsdorf auch im Rückspiel gewinnen“, stellt Remes klar, „aber das Fell des Bären soll man bekanntlich erst verteilen, nachdem man ihn erlegt hat.“ Was so viel heißen mag wie die Fans können sich auf eine spannende Partie in der heimischen Erlengrundhalle freuen. „Natürlich“, bestätigt Remes. „Unsere Gäste sind eines der stärksten Teams der Liga. Ihre Tempogegenstöße sind zu Recht gefürchtet. Das wird eine ganz attraktive Angelegenheit bei der wir auch auf die Unterstützung jedes einzelnen Fans bauen.“
Kurze Fußnote am Rande: Die Begegnung Altlandsberg gegen Rangsdorf in der Brandenburgliga um 18:00 Uhr am nächsten Samstag gibt es gleich doppelt. In Rangsdorf müssen sich die Dritten Damen des MTV ebenfalls der Lokomotive stellen.















