Im Viertelfinale des HVB-Landespokals treffen unsere Ersten Herren auf alte Bekannte aus der Oberliga Ostsee-Spree – die Zweite Mannschaft des 1. VfL Potsdam
Mit Siegen über den HC Bad Liebenwerda (28:25), den HSV Senftenberg (33:18), den FSV Forst Borgsdorf (42:41; das war das irre Spiel mit der zweifachen Verlängerung) und den SV Blau-Weiß Perleberg (40:33) haben sich die Schützlinge von MTV-Coach Ferenc Remes bis ins Viertelfinale des HVB Landespokalwettbewerbs vorgearbeitet. Sieht man einmal von der Nummer gegen Borgsdorf ab, hat die Mannschaft an ihrem weiter kommen bisher auch nicht den Hauch eines Zweifels aufkommen lassen – und das trotz zum Teil verletzungsbedingt abenteuerlicher Besetzungslisten.
So gesehen sind zum heutigen Viertelfinale drei Dinge anders. Erstens konnten die Ausfälle der letzten Wochen durch die Neuzugänge vom PSV Berlin, Arian Thümmler und Simon Kapa durchaus eindrucksvoll kompensiert werden. Zum anderen steht den MTV-Herren mit dem „Juniorteam“ (Eigenwerbung) des 1. VfL Potsdam (vulgo: die Zweite Mannschaft) erstmals eine Equipe ins Haus, die eine Spielklasse höher agiert. Und drittens ist das Viertelfinale tatsächlich das erste Pokalspiel dieser Saison, dass unsere Jungs vor heimischem Publikum absolvieren dürfen.
Die Gäste immerhin sind keine völligen Unbekannten. Potsdams Zweite zählte in der vergangenen Saison noch zu den Mitligisten unserer Mannschaft in der Oberliga Ostsee Spree. Die Bilanz beider Teams neigt sich übrigens sogar eher auf die Seite des MTV. Im Rückspiel der Saison 2010/11 erkämpften sich die Potsdamer in der Erle ein 28:28, das Hinspiel am 28.11.2010 ging jedoch mit 28:26 an Altlandsberg und damit als erster Oberliga-Auswärtssieg in die Vereinsannalen ein.
Aber da Ferenc Remes bereits in der laufenden Saison von Quervergleichen nichts wissen will (Motto: „Wir denken nur von Spiel zu Spiel!“), ringen ihm derlei Hinweise auf vergangene Tage bestenfalls ein freundliches Lächeln ab. „Potsdam spielt in der Oberliga, wir nicht mehr, oder besser, noch nicht wieder“, stellt Altlandsbergs Trainer unmissverständlich klar. „Es ist keine Frage, wer hier der Favorit ist.“ Daran ändert in Remes Augen auch der Umstand nichts, dass Potsdam augenblicklich in der unteren Hälfte der Tabelle weilt (Platz 9 von 14), die Truppe in den vergangenen drei Monaten nur einen einzigen Sieg feiern konnte (am 14. Januar zu Hause mit 29:24 gegen die SG TMBW Berlin) und der letzte Auswärtssieg auf den 22. Oktober 2010 datiert (ironischer Weise gegen Remes Ex-Club Rotation Prenzlauer Berg).
„Natürlich kann ich nachempfinden, dass eine solche Serie ins Kontor schlägt. Deutliche Niederlagen wie jüngst mit 14:28 in Bad Doberan steckt kein Team einfach so weg“, erläutert der erfahrene Altlandsberger Trainer. „Vielleicht zehrt die knappe 28:29 Niederlage vom vergangenen Samstag gegen den Tabellenzweiten der OSL, die TSG Lübbenau, sogar noch intensiver an den Nerven, weil alle Mühe, sich gegen einen vermeintlich stärkeren Gegner durchzusetzen am Ende doch nicht belohnt wurde.“ Dennoch sind das alles Punkte, die den MTV sogar zu noch größerer Vorsicht und Anstrengung anspornen müssen.
„Potsdam ist in der Pflicht gegen uns zu gewinnen. Zum einen einfach weil wir der niederklassige Verein sind. Zum anderen gerade weil die Ergebnisse der letzten Wochen für den VfL nicht berauschend waren. Was käme da gelegener als ein Sieg gegen den MTV und der Einzug ins Pokal-Final-Four, um die eigenen Fans zu besänftigen und Zuversicht für die nächsten Spiele in der Liga zu tanken?“
Dass die Altlandsberger dafür aber nicht den Sparringspartner abgeben wollen, dürfte sich von selbst verstehen. Ferenc Remes: „Auch wir stehen einen Sieg vor dem Einzug ins Final Four Turnier am 31. März und 1. April. Da ist es klar, dass wir alles daran setzen werden, die Sensation zu schaffen und auch Potsdam aus dem Wettbewerb zu werfen. Bei uns wissen alle, worum es geht, sind dementsprechend hochmotiviert und wir können es kaum abwarten, unseren Fans einen schon mal einen Hauch Oberliga zu präsentieren.“
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Glückwünsche zum Geburtstag sind Simon Kapa und Christian Szameit am Sonntag sicher. Das man beiden zusätzlich, wie hier im Spiel gegen Rangsdorf, auch zum Sieg gratulieren kann, dafür werden Mannschaft und Fans alles geben!
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1. Männer - Brandenburgliga - Handball
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