Die Ersten Herren des MTV 1860 Altlandsberg erkämpfen sich durch ein allerdings mühevolles 26:25 (16:14) gegen den Oberligisten 1. VfL Potsdam II den Einzug in das Final Four des HVB-Landespokals
Der Pokal ist ein Defiziten gegenüber sehr nachsichtiger Wettbewerb. Gut gespielt, schlecht gespielt, was zählt ist allein der Sieg und das Weiterkommen. Wenn irgendwo der Zweck die Mittel heiligt dann im Pokal. Wer gewinnt hat alles richtig gemacht. Wer verliert kann sich auch vom eigentlich überzeugenderen Auftreten nichts kaufen.
MTV-Coach Ferenc Remes Schützlinge haben an diesem Sonntagnachmittag keinen wirklich überzeugenden Auftritt aufs Parkett gelegt. Mühselig im Aufbau, planlos in der Vorbereitung, unentschlossen im Abschluss. Phasenweise schienen die MTV-Angreifer ihren Hauptdaseinszweck darin zu sehen, Potsdams sehr souverän auftretenden Torhüter Carsten Welker in Szene zu setzen.
In der Abwehr ein kaum besseres Bild. Vor allem Potsdams Moritz Bruck durfte bei weitem nicht nur einmal vorführen, wie man aus der zweiten Reihe serienmäßig schöne Treffer erzielt, wenn die Defense keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, entweder das Zuspiel, den Anlauf, den Sprung oder den Wurf zu unterbinden. Die MTV-Torhüter hätten jedenfalls allen Grund mit ihren Vorderleuten das eine oder andere Hühnchen zu rupfen.
Aber – und das ist ein ziemlich großes ABER – die Ersten Herren des MTV haben am Ende ein Tor mehr erzielt als die Gegner aus der Landeshauptstadt. Sie, nicht das Juniorteam des 1. Vfl Potsdam, haben das Pokalviertelfinale gewonnen. Sie, nicht das Juniorteam des 1. VfL Potsdam, ziehen in das erstmals ausgetragene Final Four am 31. März und 1. April ein. Und das Juniorteam des 1. VfL Potsdam spielt immerhin eine Liga über den MTV-Heren.
„Wir haben heute das Glück der Tüchtigen gehabt ohne durch die Bank unser gewohntes Leistungsniveau abrufen zu können“, bekennt Trainer Ferenc Remes unumwunden. „Wenn es am Ende anders herum ausgegangen wäre, hätten wir uns auch nicht beklagen können. Ganz am Ende aber zählt allein: Wir haben uns gegen einen höher klassigen Gegner behauptet. Und: Wir sind im Final Four Turnier!“
Und dann erreichte die Erle noch die Nachricht, dass auch die Zweiten MTV-Damen ihr Spiel gegen den HCS Potsdam gewonnen und ihrerseits das Final Four der Damen erreicht haben. Auch so kann ein perfekter Handball-Sonntag aussehen…
MTV:
Daniel Braun (Tor), Christian Szameit (Tor), Felix Erdmann 2, Sascha Fink 4, Lucien Fischer, Sven Haase 3, Simon Kapa 7/1, Robert Klatt 6/2, Gunnar Kunze, Stefan Kurth, Jonas Neldner 2, Arian Thümmler 1.
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Nach der Galavorstellung folgte eine eher Mäßige. Der Dank der Mannschaft geht an die Zuschauer, die jeder Zeit hinter ihr standen!
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1. Männer - Brandenburgliga - Handball
1 Kommentar
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Dienstag, den 21. Februar 2012 um 19:50 Uhr
posted by A. I.
So schlecht kann ja die Abwehr nicht gewesen sein, bei nur 25 geworfenen Toren der Potsdamer. Ein Spieler kann 20 Tore werfen, wenn der Rest des Teams nicht trifft. Ich fand die Altlandsberger sind als Team aufgetreten und haben sich, auch dank Ihrer Fans, nie hängen lassen.
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